Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus! #KeinQudsTag in Wien

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2017-06-24 15:00 - 18:00 Europe/Vienna
Mariahilfer Straße, Bundesländer Platz (Ecke Neubaugasse/Amerlingstraße), 1060 Wien
Address: Mariahilfer Straße, Bundesländer Platz (Ecke Neubaugasse/Amerlingstraße), 1060 Wien

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Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus! #KeinQudsTag in Wien
KUNDGEBUNG am 24. Juni ab 15 Uhr
Redebeiträge voraussichtlich ab 15:30 Uhr

Kurz nach der Islamischen Revolution im Iran hat Ayatollah Khomeini 1979 den sogenannten „Al-Quds-Tag“ eingeführt, zu welchem jedes Jahr im Iran und weltweit antiisraelische und antisemitische Proteste organisiert werden. Al-Quds bedeutet Jerusalem und unter dem Slogan der „Befreiung Jerusalems von der zionistischen Besatzung“ propagieren das iranische Regime und seine Verbündeten die Vernichtung Israels.

Auch in Wien findet jährlich die von Mullahs angeführte, nach Geschlechtern getrennte Demonstration statt, auf der in aller Öffentlichkeit antisemitische Hetze betrieben wird. In der Vergangenheit wurden von den Veranstaltern zum Judenmord aufrufende Karikaturen in den sozialen Medien gepostet und antisemitische Verschwörungstheorien verbreitet, wonach Israel den „Islamischen Staat“ hochzüchten würde. Das Innenministerium registrierte bei früheren Quds-Märschen Hisbollah- und Dschihad-Fahnen sowie antisemitische Transparente wie „Boykottiert das 4. Reich Zionisten = Nazis“ mit Abbildung eines Davidsterns, der zum Hakenkreuz abgeändert wurde.

An dem zentralen Ziel des iranischen Regimes, Israel zu zerstören, hat sich seit 1979 nichts geändert: Der vermeintlich „moderate“ iranische Präsident Rohani bezeichnet Israel als „eiternden Tumor“, 2016 prangte auf iranischen Raketen die Aufschrift „Israel muss ausradiert werden“. Das iranische Regime deklariert offen, die Hisbollah und den palästinensischen Terror gegen Israel zu finanzieren.

Unter dem islamistischen Regime leiden auch all jene Iraner und Iranerinnen, die sich der restriktiven islamischen Reglementierung ihres Lebens durch den autoritären Gottesstaat zu entziehen versuchen – egal, ob es sich um politische Aktivist_innen, Frauen, Homosexuelle, Gewerkschafter_innen, religiöse Minderheiten oder einfach nur Jugendliche handelt, die ihr Leben selbstbestimmt und frei vom Zwang der Scharia leben wollen. Unter Rohani wurden deutlich mehr Menschen hingerichtet als unter seinem Vorgänger Ahmadinedschad. Gemessen an der Bevölkerungszahl werden im Iran seit 2013 die meisten Hinrichtungen weltweit durchgeführt.

Es ist ein Skandal, dass Österreich noch immer mit an der Spitze steht, wenn es um Geschäfte mit dem Regime in Teheran geht, und österreichische Politiker_innen und Firmen sich dem Regime andienen. Im Iran werden derweil Wettbewerbe zur Holocaust-Leugnung organisiert, denn auch die Leugnung oder Relativierung der Shoah wird vom „Obersten Führer“ abwärts nach wie vor vom iranischen Regime zelebriert.

„Im Hinblick auf die besondere Verantwortung Österreichs bei der Bekämpfung von Antisemitismus“ hat der österreichische Ministerrat am 25. April 2017 die Antisemitismusdefinition der IHRA übernommen, um dem Hass auf Juden, Jüdinnen und Israel entgegenzutreten. Kurz davor präsentierte Bürgermeister Häupl das erste Monitoring-Komitee gegen Antisemitismus im Wiener Rathaus. Antisemitische Hetze findet jedoch nicht nur in neonazistischen, burschenschaftlichen und FPÖ-nahen Zusammenhängen statt. Beim Al-Quds-Tag in Wien kommt es seit Jahren zu antisemitischen Vorfällen – wir fordern daher alle antifaschistischen Politiker_innen aus Parlament und Gemeinderat sowie die Zivilgesellschaft auf, sich unserem Bündnis anzuschließen und sich klar und unmissverständlich gegen den Al-Quds-Marsch zu positionieren!

– Für ein Verbot des antisemitischen Al-Quds-Aufmarsches!
– Solidarität mit Israel! Gegen jeden Antisemitismus!
– Solidarität mit der demokratischen und säkularen Opposition im Iran und im Exil!
– Keine Staatsbesuche bei und von Holocaustleugnern!
– Keine Geschäfte mit dem iranischen Regime!

Unterstützt von (Zwischenstand):
NRAbg. Albert Steinhauser (Die Grünen)
NRAbg. Petra Bayr (SPÖ)
NRAbg. Sigi Maurer (Die Grünen)
EU-Abg. Heinz K. Becker (ÖVP)
LTAbg. GR Peter Florianschütz (SPÖ, Präsident der ÖIG)
LTAbg. GR Peter Kraus (Sprecher der Grünen Andersrum Wien)
LTAbg. GR Birgit Hebein (Die Grünen)
BR Peter Traschkowitsch (ehem. Bundesvorsitzender SoHo – LSBTI-Organisation der SPÖ)
BR Maryam Farzam (SPÖ)
BR Niki Kunrath (Die Grünen)
BR Mahsa Abdolzadeh (Die Grünen)
BR Julia Nowotny (Die Grünen)
Markus Koza, Bundessekretär der AUGE/UG
Marco Schreuder, ehem. Bundesrat der Grünen
Theodor Much, Präsident Or Chadasch, Jüdische liberale Gemeinde Wien
Ronald J. Pohoryles (President bei ALDE Party Individual Members Austria)
Sebastian Reinfeldt (Semiosisblog)
Middle East Democracy Alliance, Israelitische Kultusgemeinde Wien, Kurdische Gesellschaft für Bildung Integration und Kultur, Grüne & Alternative Student_innen Wien, Jüdische Österreichische HochschülerInnen, Kommunistischer Student_innenverband Linke Liste, Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich, Grüne Frauen Wien, Junge Linke, Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Club der Freunde Israels, Bund Jüdischer Verfolgter des Nazi-Regimes, Republikanischer Club – Neues Österreich, STOP THE BOMB, Zwi Perez Chajes Loge der Bnai Brith, Forum gegen Antisemitismus, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, Christen an der Seite Israels – Österreich, JIFE – Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung, QueerHebrews, WIZO-Women International Zionist Organisation Austria, KünstlerInnenkollektiv monochrom, Zionistische Föderation Österreich, Misrachi, WIFNO – Wissenschaft für Frieden in Nahost, Hashomer Hatzair, Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften an der Universität Wien, Fakultätsvertretung Human- und Sozialwissenschaften an der Universität Wien, Studienrichtungsvertretung Judaistik an der Universität Wien, Institutsgruppe Geschichte, Basisgruppe Politikwissenschaft,
u.v.a.

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Together against any form of anti-Semitism! #NoQudsDay in Vienna
Rally starts at 3:00pm
Speeches scheduled for 3:30pm

Shortly after the “Islamic Revolution” in Iran in 1979, Ayatollah Khomeini introduced the so-called “Quds Day” as an anti-Semitic and anti-Israel hate fest in Iran and worldwide. “Al Quds” means Jerusalem in Arabic and under the slogan of the “liberation of Jerusalem from Zionist occupation” the Iranian regime and its allies mobilize for the annihilation of Israel.

A gender-segregated demonstration led by mullahs follows this call every year in Vienna and openly spreads anti-Semitic propaganda in public. In the past the organizers posted cartoons in the social media that called for the murder of Jews and disseminated anti-Semitic conspiracy theories by claiming that Israel would “breed” the “Islamic State”. The Ministry of Interior registered Hezbollah and jihad flags as well as anti-Semitic banners saying “Boycott the 4th Reich, Zionists = Nazis” and depicting a Star of David mutating into a swastika.

The central goal of the Iranian regime – Israel’s annihilation – has not changed since 1979. The allegedly “moderate” Hassan Rouhani calls Israel a “festering tumor”. In a missile test in March 2016, Iranian long-range ballistic missiles were marked with “Israel must be wiped out”. The Iranian regime boasts about financing Hezbollah and Palestinian terror against Israel.

Subject to the regime’s bloody terror are also those Iranians who wish to evade the regimentation of their lives by the regime – be it political activists, unionists, homosexuals, religious minorities or just simply young people who want to live their lives in self-determination and without the Sharia’s constant coercion. Under Rouhani more people have been executed than under his predecessor Ahmadinejad. Iran has the highest number of executions per capita worldwide.

It is a scandal that Austria is still at the forefront when it comes to doing business with the henchmen in Tehran. Austrian politicians and companies are cozying up to the regime while their Iranian hosts organize even more Holocaust denial events. From the “Supreme Leader” down, the denial of the Shoah is still being celebrated by the Iranian regime.

“In view of Austria’s special responsibility for combatting anti-Semitism” the Austrian government adopted the IHRA definition of anti-Semitism on April 25th in order to counter the hatred against Jews and Israel. Prior to that Vienna’s mayor Michael Häupl introduced the first monitoring committee on anti-Semitism at the city hall. Anti-semitic hatred, however, does not only exist in the milieu of neo-Nazis, fraternities or circles close to the FPÖ.
For years anti-Semitic incidents occured during “Quds-Day” – we therefore call upon all anti-Fascist politicians in Vienna and upon civil society to join our alliance and to take a clear stand against “Quds-March”!

– Ban the anti-Semitic “Quds-March”!
– Solidarity with Israel! Against any form of anti-Semitism!
– Solidarity with the democratic and secular opposition in Iran and in exile!
– No state visits at and of Holocaust deniers!
– No business with the Iranian regime!

Supported by:
Petra Bayr, Member of Parliament/SPÖ
Albert Steinhauser, Member of Parliament/The Greens
Sigrid Maurer, Member of Parliament/The Greens
Heinz K. Becker, Member of European Parliament/ÖVP
City Councilman Peter Florianschütz/SPÖ
City Councilman Peter Kraus/The Greens, Spokesperson of the Green LGBT chapter
City Councilwoman Birgit Hebein/The Greens
District Councilman Peter Traschkowitsch/SPÖ, LGBTI-Organization SoHo
District Councilwoman Maryam Farzam/SPÖ
District Councilman Niki Kunrath/The Greens
District Councilwoman Mahsa Abdolzadeh/The Greens
District Councilwoman Julia Nowotny/The Greens
Markus Koza/Federal Secretary of AUGE/UG
Marco Schreuder/Former Green Member of the Parliament’s Federal Council
Theodor Much, President Or Chadasch, Liberal Jewish Community Vienna
Ronald J. Pohoryles (President bei ALDE Party Individual Members Austria)
Sebastian Reinfeldt/Semiosisblog
Middle East Democracy Alliance, Israelitische Kultusgemeinde Wien, Kurdische Gesellschaft für Bildung Integration und Kultur, Grüne & Alternative Student_innen Wien, Jüdische Österreichische HochschülerInnen, Kommunistischer Student_innenverband Linke Liste, Aktion gegen den Antisemitismus in Österreich, Green Party Women’s Organization Vienna, Junge Linke, Österreichisch-Israelische Gesellschaft, Club der Freunde Israels, Bund Jüdischer Verfolgter des Nazi-Regimes, Republikanischer Club – Neues Österreich, STOP THE BOMB, Zwi Perez Chajes Loge der Bnai Brith, Forum gegen Antisemitismus, Bund sozialdemokratischer Juden – Avoda, Christen an der Seite Israels – Österreich, JIFE – Jüdisches Institut für Erwachsenenbildung, QueerHebrews, WIZO-Women International Zionist Organisation Austria, KünstlerInnenkollektiv monochrom, Zionistische Föderation Österreich, Misrachi, WIFNO – Wissenschaft für Frieden in Nahost, Hashomer Hatzair, Fakultätsvertretung Geisteswissenschaften an der Universität Wien, Fakultätsvertretung Human- und Sozialwissenschaften an der Universität Wien, Studienrichtungsvertretung Judaistik an der Universität Wien, Institutsgruppe Geschichte, Basisgruppe Politikwissenschaft, and many others