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What is the JöH?

The Austrian Union of Jewish Students is the agency representing jewish students in Austria. We are the contact point for solving issues, are politically engaged and strive to create a variety of events together.

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The Board

The Austrian Union of Jewish Students main governing body is the board, which consist of engaged members, who are elected every year. The last election was in December 2017, the candidates which are currently running the union are listed below.

More info about the board

“Nie wieder!” ist ein Auftrag – Gedenken darf nicht missbraucht werden

Posted: January 26, 2018 -Likes: 0 -Comments: 1
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  • Panel Discussion – Antisemitism in Europe – What can we do?
    16:30 -19:30
    2017.03.06Europe/Vienna

    Währingerstraße 24, 1090 Wien

    Währingerstraße 24, 1090 Wien

    +++ Panel Discussion and Q & A +++

    Antisemitism is on the rise in Europe.
    Where is it coming from?
    How does it affect us?
    What can you do as an activist against it?

    Not only racism and nationalism are on the rise in Europe, but also anti-Semitism. From the far-right, from fundamentalists and from the far-left: Jew-hating has become part of the mainstream in Europe again. Even on University Campuses Jewish students are increasingly targets of bigotry and hate.
    But who are the proponents of the “new” anti-Semitism? And even more important: How can we fight it and try to eradicate it?
    The following guests will discuss these maters on our Panel, and will afterwards answer your questions:
    – Ariel Muzicant (Honorary President of the Jewish Community of Vienna)
    – Doron Rabinovici (Author, Historian and Philosopher)
    – Johannes Börmann (Office of the EU Coordinator on Combating Antisemitism)
    – Benny Fischer (President European Union of Jewish Students)
    – Amber Weinber (Forum against Antisemitism)

    We are excited to see you on monday the 6.3.2017!

    +++ Podiumsdiskussion mit folgender Q & A +++

    Antisemitismus in Europa.
    Wie kann man als Aktivist gegen den Antisemitismus speziell auf Universitäten kämpfen?

    Seit einiger Zeit ist in Europa nicht nur Rassismus und Nationalismus am Vormarsch sondern auch Antisemitismus. Egal ob von Rechts, von Fundamentalisten oder aber auch von Links Judenhass ist wieder im Mainstream angekommen. Auch auf Uni-Campusen sind Jüdinnen und Juden wieder vermehrt gefährdet. Doch wer sind die Proponenten des “neuen Antisemtismus”, und noch viel wichtiger: wie kann man ihm begegnen und bekämpfen? Darüber diskutieren die unten angeführten Gäste welche wir teilweise einfliegen haben lassen!
    – Ariel Muzicant (Ehrenpräsident der IKG)
    – Doron Rabinovici (Philosoph und Schriftsteller)
    – Benny Fischer (President European Union of Jewish Students)
    – Johannes Börmann (Office of the Coordinator on Combating Antisemitism)
    – Amber Weinber (Forum gegen Antisemitismus)

    Wir freuen uns euch am Montag den 6.3.2017 zu sehen!

    For more events like this:
    https://www.facebook.com/groups/vaadapoliti/

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  • JöH Purim Special
    22:00 -04:00
    2017.03.11-2017.03.12Europe/Vienna

    +++Es ist soweit+++
    Die verrückteste Purim Party Europas steht vor der Tür. Gemeinsam mit JadBejad hosten wir eine Purim feierei über die man noch im nächsten Jahrhundert reden wird! #feschesbinguinkollektivatitsbest

    +++JÖH SPECIAL+++
    Du bist JÖH Student?
    Attende sowohl bei unserem als auch beim offiziellen Event und zu zahlst nur 7€ Eintritt! Es wäre kein JÖH Event wenn du dazu noch ein Bussal von einer/m Board member bekommen würdest! #keepcalmandlovejennska

    +++The time has come+++
    Europe’s craziest Purim party is about to happen. Together with JadBejad we are hosting a Purim celebration which will be talked about for centuries to come!
    #feschesbinguinkollektivatitsbest

    +++JÖH SPECIAL+++
    You are a JÖH student?
    Attend our event as well as the official event and you will only need to pay 7€ as entrance fee! And it would not be a JÖH Eventidif you didn’t get a Busserl from a JÖH Board member!
    #keepcalmandlovejennska

    ATTEND:
    https://www.facebook.com/events/1075281865932796

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  • Filmreihe Lanzmann I no.1 Pourquoi Israël (F 1973)
    15:00 -21:30
    2017.03.17Europe/Vienna

    Campus der Universität Wien

    Campus der Universität Wien

    Der »Filmclub Tacheles« der Universität Wien lädt ein:
    Filmreihe Lanzmann I no.1 Pourquoi Israël (F 1973)

    Freitag, 17. März – Aula am Campus – Freier Eintritt
    15:00 Uhr – Einlass
    15:15 Uhr – Einführungsvortrag mit Mag.a Sarah Kanawin
    16:00 Uhr – Filmvorführung

    F 1973, 192 min, Mehrspr. OF mit engl. Untertiteln, digitale Projektion (DVD)

    »Pourquoi Israël« ist der erste Film der sogenannten »Jüdischen Trilogie« des französischen Intellektuellen Claude Lanzmann. Er zeichnet darin ein vielfältiges Panorama des jungen israelischen Staates 25 Jahre nach dessen Gründung und lässt dabei Bürger_innen unterschiedlichster Bevölkerungsgruppen zu Wort kommen.
    Lanzmann fängt in Form von Interviews Stimmen ein, die durch die Unterschiedlichkeit ihrer nationalen, politischen und religiösen Herkunft ein perspektivenreiches Bild einer Nation im Werden formen. Dadurch wagt er den Versuch, eine Antwort auf die Frage zu geben, was jüdische Identität in einem Land voller Widersprüche sein kann.

    Claude Lanzmann wurde 1925 als Sohn jüdischer Eltern in Paris geboren und floh nach der deutschen Kriegserklärung im Oktober 1939 nach Brioude in Südfrankreich. Ab 1943 betätigte er sich als Internatsschüler in Clermont-Ferrand im kommunistischen Untergrund und kämpfte ab 1944 in der »MUR« (»Mouvements unis de la Résistance«).
    Nach Kriegsende verbrachte Lanzmann einige Jahre in Nachkriegsdeutschland, wo er in Tübingen Philosophie studierte und als Lektor an der Freien Universität Berlin unterrichtete, ehe er nach Frankreich zurückkehrte. Dort schrieb er ab 1952 für die Pariser Zeitschrift »Les Temps Modernes«, zu deren Gründer_innen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir gehörten, mit denen ihn bald eine enge Freundschaft verband. Gemeinsam mit anderen französischen Intellektuellen engagierte er sich in der antikolonialen Bewegung, die sich als Reaktion auf den Algerienkrieg (1954–1962) gebildet hatte.
    Für seine journalistische Tätigkeiten bei »Le Monde« verbrachte Lanzmann ab 1952 vermehrt Zeit in Israel, das 1972 zum Gegenstand seines ersten Dokumentarfilms »Pourquoi Israël« wurde. Von 1974 bis 1985 reiste er durch Israel, die USA und Europa, um auf Initiative des israelischen Außenministerium einen Dokumentarfilm über die Vernichtung des europäischen Judentums zu drehen. Aus den 350 Stunden Filmmaterial entstand in 566-minütiger Länge »Shoah«, dessen Motive Zeitzeug_innen und historische Orte sind, wobei auf Archivaufnahmen gänzlich verzichtet wurde.
    1991 bis 1994 entstand »Tsahal«, der von der Besonderheit der israelischen Armee handelt und den Abschluss der sogenannten »Jüdischen Trilogie« markiert.
    Lanzmann wirkt bis in die Gegenwart als Filmschaffender und als Herausgeber von »Les Temps Modernes«. Die deutsche Fassung seiner Autobiografie »Der patagonische Hase. Erinnerungen« erschien 2010 im Rowohlt-Verlag.

    Der »Filmclub Tacheles« veranstaltet Filmreihen zu den Themen Judentum, Israel und Antisemitismus an der Universität Wien. Organisiert von Student_innen aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen soll durch das Medium Film ein kritisches Interesse an den genannten Themen vermittelt werden.

    ______________________________________________________
    17. März – 07. April 2017
    Filmreihe Lanzmann I no.1 Pourquoi Israël (F 1973)
    Filmreihe Lanzmann I no.2 Shoah pt.I (F 1985)
    Filmreihe Lanzmann I no.3 Shoah pt.II (F 1985)
    Lecture mit Claude Lanzmann | #4 Filmreihe Lanzmann
    Filmreihe Lanzmann | #5 »Tsahal« (F 1994)

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  • Filmreihe Lanzmann I no.2 Shoah pt.I (F 1985)
    15:00 -21:30
    2017.03.24Europe/Vienna

    Campus der Universität Wien

    Campus der Universität Wien

    Der »Filmclub Tacheles« der Universität Wien lädt ein:
    Filmreihe Lanzmann I no.2 Shoah pt.I (F 1985)

    Freitag, 24. März – Aula am Campus – Freier Eintritt
    15:00 Uhr – Einlass
    15:15 Uhr – Einführungsvortrag mit Mag.a Jutta Fuchshuber
    16:00 Uhr – Filmvorführung

    F 1985, 266 min, Mehrspr. OF mit engl. Untertiteln, digitale Projektion (BD)

    »Shoah« steht im Zentrum der sogenannten »Jüdischen Trilogie« Claude Lanzmanns und stellt zweifelsfrei dessen Hauptwerk dar. Zwölf Jahre lang ist der französische Regisseur durch die Welt gereist, um mit Opfern, Tätern und “Bystanders“ [R. Hilberg] zu sprechen und um die Orte der Vernichtung zu dokumentieren – ohne dabei ein einziges Archivbild zu verwenden. Aus den 350 Stunden Filmmaterial entstand schließlich auf 566 Minuten Länge das gewichtigste filmische Testimonial der Vernichtung des europäischen Judentums, das bis heute als zentraler Referenzpunkt der kinematographische Reflexion der Schoah gilt.

    Claude Lanzmann wurde 1925 als Sohn jüdischer Eltern in Paris geboren und floh nach der deutschen Kriegserklärung im Oktober 1939 nach Brioude in Südfrankreich. Ab 1943 betätigte er sich als Internatsschüler in Clermont-Ferrand im kommunistischen Untergrund und kämpfte ab 1944 in der »MUR« (»Mouvements unis de la Résistance«).
    Nach Kriegsende verbrachte Lanzmann einige Jahre in Nachkriegsdeutschland, wo er in Tübingen Philosophie studierte und als Lektor an der Freien Universität Berlin unterrichtete, ehe er nach Frankreich zurückkehrte. Dort schrieb er ab 1952 für die Pariser Zeitschrift »Les Temps Modernes«, zu deren Gründer_innen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir gehörten, mit denen ihn bald eine enge Freundschaft verband. Gemeinsam mit anderen französischen Intellektuellen engagierte er sich in der antikolonialen Bewegung, die sich als Reaktion auf den Algerienkrieg (1954–1962) gebildet hatte.
    Für seine journalistische Tätigkeiten bei »Le Monde« verbrachte Lanzmann ab 1952 vermehrt Zeit in Israel, das 1972 zum Gegenstand seines ersten Dokumentarfilms »Pourquoi Israël« wurde. Von 1974 bis 1985 reiste er durch Israel, die USA und Europa, um auf Initiative des israelischen Außenministerium einen Dokumentarfilm über die Vernichtung des europäischen Judentums zu drehen. Aus den 350 Stunden Filmmaterial entstand in 566-minütiger Länge »Shoah«, dessen Motive Zeitzeug_innen und historische Orte sind, wobei auf Archivaufnahmen gänzlich verzichtet wurde.
    1991 bis 1994 entstand »Tsahal«, der von der Besonderheit der israelischen Armee handelt und den Abschluss der sogenannten »Jüdischen Trilogie« markiert.

    Lanzmann wirkt bis in die Gegenwart als Filmschaffender und als Herausgeber von »Les Temps Modernes«. Die deutsche Fassung seiner Autobiografie »Der patagonische Hase. Erinnerungen« erschien 2010 im Rowohlt-Verlag.

    Der »Filmclub Tacheles« veranstaltet Filmreihen zu den Themen Judentum, Israel und Antisemitismus an der Universität Wien. Organisiert von Student_innen aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen soll durch das Medium Film ein kritisches Interesse an den genannten Themen vermittelt werden.

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    17. März – 07. April 2017
    Filmreihe Lanzmann I no.1 Pourquoi Israël (F 1973)
    Filmreihe Lanzmann I no.2 Shoah pt.I (F 1985)
    Filmreihe Lanzmann I no.3 Shoah pt.II (F 1985)
    Lecture mit Claude Lanzmann I no.4 Filmreihe Lanzmann
    Filmreihe Lanzmann I no.5 Tsahal (F 1994)

  • Flowering Spring Shabbat Dinner
    19:30 -23:00
    2017.03.24Europe/Vienna

    Jüdische österreichische HochschülerInnen

    Jüdische österreichische HochschülerInnen

    Spring is in the air! And it’s just about time to spend another Shabbat together with yummy and delicious food and great company.

    Some hints about the menu:
    You’ll see it’ll be great + spring themed, with lots of exciting combinations of spring foods – mmmm can’t wait to start munching on it! see you there & be hungry 🙂

    Click the ticket link to register!
    ( https://goo.gl/forms/MLg41hjldRM3YfIj2 )

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  • Filmreihe Lanzmann I no.3 Shoah pt.II (F 1985)
    15:00 -21:30
    2017.03.25Europe/Vienna

    Campus der Universität Wien

    Campus der Universität Wien

    Der »Filmclub Tacheles« der Universität Wien lädt ein:
    Filmreihe Lanzmann I no.3 Shoah pt.II (F 1985)

    Samstag, 25. März – Aula am Campus – Freier Eintritt
    15:00 Uhr – Einlass
    16:00 Uhr – Filmvorführung

    F 1985, 284 min, Mehrspr. OF mit engl. Untertiteln, digitale Projektion (BD)

    »Shoah« steht im Zentrum der sogenannten »Jüdischen Trilogie« Claude Lanzmanns und stellt zweifelsfrei dessen Hauptwerk dar. Zwölf Jahre lang ist der französische Regisseur durch die Welt gereist, um mit Opfern, Tätern und “Bystanders“ [R. Hilberg] zu sprechen und um die Orte der Vernichtung zu dokumentieren – ohne dabei ein einziges Archivbild zu verwenden. Aus den 350 Stunden Filmmaterial entstand schließlich auf 566 Minuten Länge das gewichtigste filmische Testimonial der Vernichtung des europäischen Judentums, das bis heute als zentraler Referenzpunkt der medialen Reflexion der Schoah gilt.

    Claude Lanzmann wurde 1925 als Sohn jüdischer Eltern in Paris geboren und floh nach der deutschen Kriegserklärung im Oktober 1939 nach Brioude in Südfrankreich. Ab 1943 betätigte er sich als Internatsschüler in Clermont-Ferrand im kommunistischen Untergrund und kämpfte ab 1944 in der »MUR« (»Mouvements unis de la Résistance«).
    Nach Kriegsende verbrachte Lanzmann einige Jahre in Nachkriegsdeutschland, wo er in Tübingen Philosophie studierte und als Lektor an der Freien Universität Berlin unterrichtete, ehe er nach Frankreich zurückkehrte. Dort schrieb er ab 1952 für die Pariser Zeitschrift »Les Temps Modernes«, zu deren Gründer_innen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir gehörten, mit denen ihn bald eine enge Freundschaft verband. Gemeinsam mit anderen französischen Intellektuellen engagierte er sich in der antikolonialen Bewegung, die sich als Reaktion auf den Algerienkrieg (1954–1962) gebildet hatte.
    Für seine journalistische Tätigkeiten bei »Le Monde« verbrachte Lanzmann ab 1952 vermehrt Zeit in Israel, das 1972 zum Gegenstand seines ersten Dokumentarfilms »Pourquoi Israël« wurde. Von 1974 bis 1985 reiste er durch Israel, die USA und Europa, um auf Initiative des israelischen Außenministerium einen Dokumentarfilm über die Vernichtung des europäischen Judentums zu drehen. Aus den 350 Stunden Filmmaterial entstand in 566-minütiger Länge »Shoah«, dessen Motive Zeitzeug_innen und historische Orte sind, wobei auf Archivaufnahmen gänzlich verzichtet wurde.
    1991 bis 1994 entstand »Tsahal«, der von der Besonderheit der israelischen Armee handelt und den Abschluss der sogenannten »Jüdischen Trilogie« markiert.

    Lanzmann wirkt bis in die Gegenwart als Filmschaffender und als Herausgeber von »Les Temps Modernes«. Die deutsche Fassung seiner Autobiografie »Der patagonische Hase. Erinnerungen« erschien 2010 im Rowohlt-Verlag.

    Der »Filmclub Tacheles« veranstaltet Filmreihen zu den Themen Judentum, Israel und Antisemitismus an der Universität Wien. Organisiert von Student_innen aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen soll durch das Medium Film ein kritisches Interesse an den genannten Themen vermittelt werden.

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    17. März – 07. April 2017
    Filmreihe Lanzmann I no.1 Pourquoi Israël (F 1973)
    Filmreihe Lanzmann I no.2 Shoah pt.I (F 1985)
    Filmreihe Lanzmann I no.3 Shoah pt.II (F 1985)
    Lecture mit Claude Lanzmann I no.4 Filmreihe Lanzmann
    Filmreihe Lanzmann I no.5 Tsahal (F 1994)

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  • Lecture mit Claude Lanzmann I no.4 Filmreihe Lanzmann
    18:30 -20:30
    2017.03.31Europe/Vienna

    Universität Wien Audimax

    Universität Wien Audimax

    Die Student_innen des »Filmclub Tacheles« laden herzlich ein:
    Lecture mit Claude Lanzmann I no.4 Filmreihe Lanzmann

    Freitag 31. März – Audimax – Freier Eintritt
    18:30 Einlass
    19:00 Vortrag mit Claude Lanzmann

    Anlässlich unserer ersten Filmreihe freuen wir uns sehr, dass wir Claude Lanzmann für einen Vortrag zu seinem Hauptwerk an der Universität Wien gewinnen konnten. Der französische Intellektuelle gilt insbesondere in akademischen Kreisen als der bedeutendste filmische Dokumentarist der jüdischen Geschichte des 20. Jahrhunderts. Im Herzen der sogenannten »Jüdischen Trilogie« steht sein bekanntestes Werk »Shoah«. Mit diesem Film konnte der Journalist und Regisseur, zugleich selbst Zeitzeuge, 1985 einen bis dato einzigartigen erinnerungskulturellen Bezugspunkt in der filmischen Auseinandersetzung mit der Shoah erschaffen.

    Claude Lanzmann wurde 1925 als Sohn jüdischer Eltern in Paris geboren und floh nach der deutschen Kriegserklärung im Oktober 1939 nach Brioude in Südfrankreich. Ab 1943 betätigte er sich als Internatsschüler in Clermont-Ferrand im kommunistischen Untergrund und kämpfte ab 1944 in der »MUR« (»Mouvements unis de la Résistance«).
    Nach Kriegsende verbrachte Lanzmann einige Jahre in Nachkriegsdeutschland, wo er in Tübingen Philosophie studierte und als Lektor an der Freien Universität Berlin unterrichtete, ehe er nach Frankreich zurückkehrte. Dort schrieb er ab 1952 für die Pariser Zeitschrift »Les Temps Modernes«, zu deren Gründer_innen Jean-Paul Sartre und Simone de Beauvoir gehörten, mit denen ihn bald eine enge Freundschaft verband. Gemeinsam mit anderen französischen Intellektuellen engagierte er sich in der antikolonialen Bewegung, die sich als Reaktion auf den Algerienkrieg (1954–1962) gebildet hatte.
    Für seine journalistische Tätigkeiten bei »Le Monde« verbrachte Lanzmann ab 1952 vermehrt Zeit in Israel, das 1972 zum Gegenstand seines ersten Dokumentarfilms »Pourquoi Israël« wurde. Von 1974 bis 1985 reiste er durch Israel, die USA und Europa, um auf Initiative des israelischen Außenministerium einen Dokumentarfilm über die Vernichtung des europäischen Judentums zu drehen. Aus den 350 Stunden Filmmaterial entstand in 566-minütiger Länge »Shoah«, dessen Motive Zeitzeug_innen und historische Orte sind, wobei auf Archivaufnahmen gänzlich verzichtet wurde.
    1991 bis 1994 entstand »Tsahal«, der von der Besonderheit der israelischen Armee handelt und den Abschluss der sogenannten »Jüdischen Trilogie« markiert.
    Lanzmann wirkt bis in die Gegenwart als Filmschaffender und als Herausgeber von »Les Temps Modernes«. Die deutsche Fassung seiner Autobiografie »Der patagonische Hase. Erinnerungen« erschien 2010 im Rowohlt-Verlag.

    Der »Filmclub Tacheles« veranstaltet Filmreihen zu den Themen Judentum, Israel und Antisemitismus an der Universität Wien. Organisiert von Student_innen aus verschiedenen geisteswissenschaftlichen Disziplinen soll durch das Medium Film ein kritisches Interesse an den genannten Themen vermittelt werden.

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    17. März – 07. April 2017
    Filmreihe Lanzmann I no.1 Pourquoi Israël (F 1973)
    Filmreihe Lanzmann I no.2 Shoah pt.I (F 1985)
    Filmreihe Lanzmann I no.3 Shoah pt.II (F 1985)
    Vortrag mit Claude Lanzmann | #4 Filmreihe Lanzmann
    Filmreihe Lanzmann I no.5 Tsahal (F 1994)

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